En plen air

2026

Düsseldorf/Emsdetten

En plein Air / Unter freiem Himmel

Wohnmobile, Camper und Wohnwagen stehen für große Träume und Sehnsüchte und sprechen ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis an: das Wegfahren, Unterwegssein, das Entdecken neuer Orte. Sie verkörpern Freiheit und Mobilität, ohne dass man auf den Komfort des eigenen Bettes und die Sicherheit eines Zuhauses verzichten muss.

Im Arbeitszyklus „En plein Air / Unter freiem Himmel“ geht es um diese Form des temporären Zusammenlebens und besteht aus vier eigenständigen künstlerischen Arbeiten.

Mit Betonmodellen, Filmen und Aquarellen untersucht die Arbeit Raumpraktiken aus der Welt der Wohnmobile, in der sich das „Wohnen“ mit Imaginationen von Landschaft, Freiheit und Sicherheit verbindet.

Escape to Nature. 2025
Beton, Lichtprojektionen 

9 Betonmodelle mobiler Heime werden zum „Ruhenden Verkehr“, (verwandt mit der gleichnamigen Arbeit von Wolf Vostell, 1969). Versteinert und stillgestellt, bewegen sich nur Lichtprojektionen auf deren Betonkörpern. Sie werfen die in 9 Kategorien (Charisma, Adel, Emotion, Macht, Kosmos, Privileg, Natur, Nomad) unterteilten Baureihennamen als Verheißung von Mobilität und Freiheit auf die Betonflanken der Fahrzeuge.

 

Vantasy. 2025
10 Aquarelle 60×80 cm, 3 Aquarelle 30×40 cm  2025

Eine Reihe von Aquarellen befasst sich mit den Dekoren von Wohnmobilflächen

 

 

 

 

Karusell: Überall gewesen. 2025
5 Kanal-Videoinstallation. Monitore, Campinghocker 

Überall gewesen ist eine Filminstallation, die das endlose Unterwegssein der Camper auf europäischen Autobahnen beschreibt. Fünf kreisförmig angeordnete Monitore erzeugen eine karussellartige Situation, in deren Zentrum vier Campinghocker zum Verweilen einladen. Auf den Bildschirmen laufen aus 400 Clips zusammengechnittene Landschaftsbilder, gefilmt aus dem fahrenden Auto. In regelmäßigen Abständen schieben sich Wohnwagen und Wohnmobile in Zeitlupe durch die Bilder – immer gleich, immer anders. Durch die kreisförmige Anordnung verbinden sich die Sequenzen zu einer hypnotischen Kamerafahrt ohne Anfang und Ende. Die Wohnmobile bewegen sich scheinbar endlos im Kreis und formen ein eigenartiges Landschaftsbild.

 

Désire En Plein Air. 2025
Kurzfilm, 8min. Sound: Frauke Berg 2025

In schnellem Schnitt präsentieren sich identitätsverheißende Namen und Dekore von Mobilheimen

Oliver Gather, En Plein Air / Unter freiem Himmel, Weltkunstzimmer, Düsseldorf, 2025

Escape to Nature. Beton, Lichtprojektion, Weltkunstzimmer, Düsseldorf, 2025
©Jana Buch

Karusell: Überall gewesen. 2025
5 Kanal-Videoinstallation. Monitore, Campinghocker
Weltkunstzimmer, Düsseldorf, 2025
©Jana Buch

Désire En Plein Air, Kurzfilm
Düsseldorf, 2025
©Jana Buch

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Mehr Informationen

In direkter Nachbarschaft zu einem Caravan-Stellplatz lädt die Galerie Münsterland zur Ausstellung Oase Emsdetten ein.
Hier widmen sich die Künstler*innen Oliver Gather und Katharina Maderthaner zwei Polen des Zusammenlebens:
dem Bedürfnis nach sicherer, geborgener Wohnlichkeit und dem gleichzeitigen Drang nach Freiheit.
Das Wohnen gerät in Bewegung – und zwischen Innenraum und Außenwelt entfaltet sich ein Spannungsfeld, das Fragen nach Rückzug, Mobilität und Selbstverortung aufwirft.
Mit unterschiedlichen Medien und Materialien – von Betonguss und Keramik über raumgreifende Installationen und Videoarbeiten bis hin zu Aquarellen – entwickeln Gather und Maderthaner eine vielschichtige Reflexion über Freiheit als räumliche, soziale und emotionale Kategorie.

Escape to nature, "Oase"Emsdetten 2026

Escape to nature, "Oase"Emsdetten 2026

Carousel, "Oase" Emsdetten 2026

Vantasy, "Oase" Emsdetten 2026

Désire en plein Air, "Oase" Emsdetten 2026

Raumplan, "Oase" Emsdetten 2026